Mit den Augen der Bachforelle

Erfolgreiche CDU-Landpartie zum Arten- und Gewässerschutz

Mit den Augen der Bachforelle blickte die CDU-Kreistagsfraktion Lippe in ihrer diesjährigen Landpartie auf die lippischen Fließgewässer. In den meisten von ihnen ist die Bachforelle die Fischart, die von Natur aus am häufigsten vorkommt, und sie ist eine Schlüsselart für die Lebensgemeinschaften im Gewässer. „Gute Gründe, den Erhalt der heimischen Bachforelle zum Thema zu machen“, war CDU-Fraktionschef Andreas Kasper einig mit seinen rund 130 Landpartie-Gästen im Schlosskrug Heidelbeck.

Beim Schutz der Arten und ihrer Lebensräume sucht die CDU den gemeinsamen Weg mit den Anglern und Sportfischern. „Weil die Angler fachkundig sind und ihre Gewässer gut kennen, sind sie wichtige Partner für den effektiven Artenschutz“, sagte Kasper. Er hatte Vertreter lippischer Angelvereine und ihrer Landesverbände NRW und Niedersachsen eingeladen, die mit ihren Ideen und Projekten die Diskussion bereicherten und Lösungsansätze lieferten.

So stellte Volker Koch vom Sportfischereiverein Bad Salzuflen dessen Initiative zur Bachforellenaufzucht mit Hilfe der schon von Stephan Ludwig Jacobi entwickelten Besamungsmethode vor. Großes Lob dafür gab es von Dr. Thomas Klefoth, Biologe beim Anglerverband Niedersachsen. „Aufzuchtprogramme wie dieses sind von zentraler Bedeutung, weil sie dazu beitragen, dass die Genreserven der heimischen Bachforelle nicht verloren gehen“, so der Experte. Eine große Herausforderung für die ehrenamtlichen Naturschützer seien dabei die hohen Kosten, die zum Beispiel für Laboruntersuchungen des Genmaterials anfielen, und die – wie auch bei den Salzufler Sportfischern – von den Vereinen und ihren Mitgliedern getragen würden. Auf rund 1,7 Millionen Euro pro Jahr bezifferte Klefoth den Wert ehrenamtlicher Leistungen von Anglergruppierungen allein in Niedersachen.

Kerstin Vieregge, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Kreis-Wirtschaftsausschusses, moderierte die Podiumsdiskussion mit Vertretern der Angler, der Landwirtschaft, Kreisverwaltung und Fischereigenossenschaft. Auch hier kam der Wunsch nach mehr Information und Austausch im Sinne eines gemeinsamen Arten- und Gewässerschutzes zum Ausdruck. Mit den Ergebnissen war die CDU am Schluss sehr zufrieden. „Wir möchten gerne etwas tun dafür, dass die Schlüsselart Bachforelle in unseren lippischen Bächen wieder in guten Beständen vorkommt und wir freuen uns, dass wir heute Abend zur gemeinsamen Lösungssuche beitragen konnten“, so Kasper. Er versprach, die gewonnenen Erkenntnisse in die Arbeit seiner Fraktion einzubeziehen und hatte sogleich Nägel mit Köpfen gemacht und einen Antrag für den Kreistag angekündigt. Mit diesem soll geklärt werden, inwieweit die Gewässerstrukturen mit Hilfe von Totholz und Störsteinen verbessert sowie Sediment- und Stoffeinträge in enger Abstimmung mit der Landwirtschaft noch weiter reduziert werden können.

13. September 2018

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