Bahn soll Rückgrat des ÖPNV in Lippe werden

CDU will Milliardeninvestitionen des Bundes nutzen

Die CDU-Fraktion im Kreistag Lippe begrüßt nachdrücklich die aktuell von der Bundesregierung und der Deutschen Bahn unterzeichnete Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung mit insgesamt 86 Mrd. Euro Investitionsvolumen in den nächsten Jahren. Dieses Programm bietet für Lippe die einmalige Chance, sein Eisenbahnnetz auszubauen und zu modernisieren. „Dies ist dringend notwendig. Es muss nun zügig gehandelt werden“, sagt Fraktionschef Andreas Kasper.

Konkret fordert die CDU einen durchgehenden Stundentakt auf der Strecke zwischen Bielefeld und Altenbeken (RE82). Mit Beginn des
Jahres 2021 wird der RRX im Stundentakt von Kassel-Wilhelmshöhe über Altenbeken nach Düsseldorf fahren. Zudem wird in Bielefeld der Sprinter von Köln nach Berlin halten, so dass auf dieser Strecke ein 30-Minuten-Takt bestehen wird. „Es ist für Lippe dringend notwendig, dass nun eine durchgehende Verbindung zu diesen überregionalen Linien gesichert wird.“

Für die täglich 90.000 Pendler über die lippischen Kreisgrenzen will die CDU ein gut ausgebautes Regionalnetz. „Dazu muss der Takt von Detmold und Lemgo nach Bielefeld verdichtet werden. Dies setzt den bereits von uns beantragten zweispurigen Gleisausbau, zumindest jedoch den Bau von Ausweichgleisen voraus“, so Kasper. Zudem müssen die Strecken auf ganzer Linie elektrifiziert werden.

Zum Anschluss des Nordens in Lippe könne durch eine Machbarkeitsstudie solide geprüft werden, ob über die neuen Mittel die Verbindung von Lemgo beziehungsweise Barntrup nach Niedersachsen wieder hergestellt werden kann. „Würde dies gelingen, wäre es ein großer Erfolg, auch für die vielen Bürgerinitiativen und Vereine, die sich seit langem dafür einsetzen“, sagt Kasper.

Die Bahn sei aber nur dann eine Alternative, wenn sie pünktlich fährt. Dies sei in Lippe leider nicht der Fall. Deshalb spricht sich die CDU für eine Pünktlichkeitsoffensive aus. „Über eine täglich zu veröffentlichende Leistungsbilanz in Sachen Pünktlichkeit muss Transparenz für die Kunden hergestellt werden. Weiter müssen die Verträge endlich so umgestaltet werden, dass es bei unzureichenden Leistungen der Anbieter auch wirksame Instrumente dagegen gibt“, fordert die CDU-Fraktion.

„Das Milliardenprogramm des Bundes bietet die einmalige Chance, die Bahn zum Rückgrat des Öffentlichen Personennahverkehrs in Lippe auszubauen. Die Mittel müssen nun für den Ausbau des Netzes, seine Modernisierung und mehr Pünktlichkeit genutzt werden. Diese Chance darf Lippe nicht entgehen“, will Kasper die Möglichkeiten nutzen.


14. Januar 2020

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