Neustart für den Flughafen Paderborn

CDU begrüßt Ausstieg und Sanierungspläne

Die CDU Kreistagsfraktion Lippe begrüßt die Sanierungspläne für den Flughafen Paderborn. „Es geht darum, den Flughafen ganz neu aufzustellen. Durch die von der Geschäftsführung betriebene Insolvenz in Eigenverwaltung und die damit einhergehende Redimensionierung des Airports kann ein geordneter Neustart als Verkehrsflughafen unter Beibehaltung aller dafür notwendigen Rechte erfolgen. Davon profitiert ganz OWL. Und dazu leistet auch Lippe seinen Beitrag“, stellt Vorsitzender Andreas Kasper klar.

Mit dem angestrebten Ausstieg aus dem Kreis der Gesellschafter will der Kreis Lippe seine Minderheitsbeteiligung (7,84%) aufgeben. Über die Details soll nun verhandelt werden. „Für die CDU ist dabei wichtig, dass Lippe seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommt, Solidarität innerhalb der kommunalen Familie übt und die zum Erhalt des Flughafens und des Vermögens erforderlichen finanziellen Belastungen im Rahmen seiner Anteile mit trägt“, sagt Kasper.

Die Christdemokraten haben sich in ihrer jüngsten Fraktionssitzung ausgiebig mit der Thematik befasst und erneut die Bedeutung des Flughafens für die Wirtschaft herausgestellt. „Die CDU hat den Flughafen stets auf allen Ebenen unterstützt“, betont Kasper und erinnert beispielhaft an die Initiative der CDU-Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge und ihrer OWL-Kollegen, durch die auch Paderborn als Regionalflughafen mit Bundesmitteln von Flugsicherungskosten entlastet wurde. „Nach wie vor sehen wir den Airport als Standortfaktor für OWL. In der bisherigen Größenordnung allerdings ist er nicht mehr zukunftsfähig“, so Kasper

Das gelte auch für die Eigentümerstruktur und die Entscheidungsprozesse. „Durch die Vielzahl der Gesellschafter ist die Handlungsfähigkeit der Flughafengesellschaft eingeschränkt. Der Kreis Paderborn als größter Anteilseigner (56,4%) har zwar bei allen Entscheidungen die Mehrheit, dennoch müssen Beschlüsse in allen beteiligten Kreisen gefasst werden, so dass allein die Zeitverluste enorm sind“, verdeutlicht Kasper, warum die CDU eine schlankere Organisation befürwortet. „Bei ohnehin denkbar geringem Einfluss auf das Geschehen tragen wir mit dem Ausstieg zur Verschlankung bei.“ Die Fluggastzahlen sind in Paderborn in den letzten Jahren dramatisch gesunken, auch schon vor der Coronakrise hat sich insofern die Notwendigkeit einer Neustrukturierung des Flughafens gestellt. Die von den ausscheidenden Gesellschaftern zu zahlenden Finanzmittel sollen die Basis bilden für den Neustart eines dann redimensionierten Flughafens mit geringerer überregionaler Bedeutung.



3. September 2020

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